Der FC Oberau wurde 1927 als einer der ersten reinen Fußballclubs im bayerischen Oberland gegründet. Die Gründungsversammlung im Gasthof Unterm Berg wählte Ludwig Kaiser zum 1. Vorstand.
Bereits 1928 wurden zwei Jugend- und zwei Herrenmannschaften aufgestellt. Oberau zählte damals 770 Einwohner. Anfang der dreißiger Jahre war es Vorstand Th. Pöttinger, der in der schlechten Zeit die finanziellen Löcher im Verein aus eigener Tasche immer wieder ausglich.
1933 mußte sich der FC Oberau von der NS-Regierung gleichschalten lassen und sich der NS-Jugendorganisation unterordnen. In der Folgezeit wurde das HJ-Heim am alten Sportplatz gebaut und der Sportplatz von der Hitlerjugend genutzt. In dieser Zeit ist der Spielbetrieb fast ganz ausgefallen.
1937 hat Karl Stühler sen. gegen gewisse "Widerstände" einen Jubiläumsbericht verfasst
Eine Handball-Mädchenmannschaft durfte mit Genehmigung des damaligen Regimes gegründet werden. Der zweite Weltkrieg hinterläßt im Verein tiefe Spuren. Ein Viertel aller Mitglieder war gefallen und ein Großteil noch in Gefangenschaft.
1946 erlaubte die amerikanische Militärregierung unter den neuen Vorständen K. Stühler und A. Stiegelschmitt wieder Vereinssport, der dann mit den verbliebenen Jugendlichen neu begonnen wurde.
1949 wurde der Spielkreis Zugspitze gegründet. Unter Vorstand F. Stühler wurde ein Pfingstjugendturnier organisiert mit Mannschaften aus dem Oberland und München. Der FC Oberau hatte zu diesem Zeitpunkt 70 Mitglieder.
1952 begannen die Planungen für den Bau des neuen Sportplatzes am Gießenbach mit Vereinsheim, da der alte Platz an der B2 wegen des stärker werdenden Verkehrs als „gefährlich“ galt. Bei Spielen sperrte der Vorstand Heinzl noch eigenhändig die Bundesstraße 2 ab.
Wer kann heute noch so schön schreiben? Schriftführer vermutlich R. Heinzl, Seele des FCO und ab 1956 Vorstand
1957 wurde der neue Sportplatz am Gießenbach im Rahmen des 30 jährigen Vereinsjubiläums eingeweiht.
1957: v.links Th. Poettinger, Schelle, F. Bichler,
K. Stühler zeichnet R. Heinzl aus, verdeckt Fritz Stühler.
Stolz war man auf das in der damaligen Zeit einzige neue Sportheim im Landkreis, das auch ein Matratzenlager für zwei Gastmannschaften aufwies.
1955/56 Eigenleistung beim Sportheim-Bau: v. links R. Heinzl,
Stühler Pferdl, Stühler Karl, Stühler Fritz, Fellermeier H.
(wer kennt die anderen?)
Die beiden Herrenmannschaften spielten seit Jahren eine Führungsrolle im Oberland und so wurde 1958 unter Trainer Wallertshauser der Aufstieg in die 2. Amateurliga geschafft. Die sportliche Hochglanzzeit des FC Oberau hatte begonnen. Es fanden Spiele gegen so klangvolle Mannschaften wie SpVgg Fürth, VFB Bayreuth oder
Schwaben Augsburg statt.
Der absolute Höhepunkt folgte jedoch in Form des DFB-Pokals 1960. In den Vorrunden wurden noch die Mannschaften FC Garmisch, SV München, Dachau und Daglfing besiegt. Das Los bescherte für die nächste Runde den 3 Klassen höher spielenden TSV 1860 München als Gegner.
Spieltag war der 23.10.1960 und 2400 zahlende Zuschauer bedeuteten vereinsgeschichtlichen Rekord. Nach einem Spiel, das noch lange fußballerische Maßstäbe setzte, wurden die Löwen in einen an Spannung kaum zu überbietenden Pokalkampf mit 3:2 besiegt. Oberau war schlagartig durch die Presse über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Das Pokal-Aus kam dann in der nächsten Runde gegen SSV Ulm.
1961 wurde die erste Altherrenmannschaft gegründet. Im Laufe der nächsten Jahre konnte das hohe Spielniveau leider nicht mehr gehalten werden.
1967 gründete W. Berwein die Herrengymnastikgruppe.
Unter den Vorständen F. Redinger und F. Haser wurden die ersten Tennisplätze gebaut und die Tennisabteilung gegründet, Abteilungsleiterwar damals J. König.
1972 trugen Vereinsmitglieder das Olympische Feuer ein Stück des Weges in Richtung München.
1974 wurde unter Fini Berwein die Kinder und Damengymnastikgruppe gegründet.
1976 folgte die Gründung der Skiabteilung E. Pöttinger war Abteilungsleiter. Damals hatte der Verein bereits 340 Mitglieder, davon 120 Kinder und Jugendliche. In den Folgejahren richtete die Skiabteilung unter großen Aufwand mehrere Volkslangläufe aus mit mehreren hundert Teilnehmern. Schirmherr war der ehemalige bayerische Ministerpräsident Max Streibl.
Anderl Heckmeier "vereist" Max Streibl, Siegerehrung
Die Tennisabteilung erfreute sich so großer Beliebtheit, dass zu den zwei vohandenen Plätzen unter der Vereinsführung von J. König zwei weitere geplant und 1983 von seinem Nachfolger eingeweiht wurden.
P.Doisl hat 1973 die Damenfußballabteilung gegründet, ihm war es in der Folge zu verdanken, dass häufig 2 Mädchen- und 2 Damenmannschaften im Spielbetrieb standen. Er hat in den 30 Folgejahren seines Wirkens unzählige Ausflüge und einige Fernreisen organisiert, die das Zusammengehörigkeitsgefühl förderten. Die erste Damenmannschaft schaffte es mehrere Jahre in der oberbayerischen Bezirksliga zu spielen.
1983: 10-jähriges Jübiläum der Damen-Fußball-Abteilung,
Anstoß mit MdB M.Geiger
1984 wurde mit der Gemeindeführung ein „Sportgespräch“ im Sportheim geführt, in dem Vorstand U. Jueterbock darum warb, auch den Schulsport in die Planung einer neuen Sportstätte einzubeziehen. Der Verein zählt jetzt 690 Mitglieder, davon ca. 300 Jugendliche.
...eine Kopie kann auf Wunsch als PDF angefordert werden
Letztlich führte die Planung 1990 zum Um- und Anbau des Sportheims unter Vorstand E. Poettinger mit einem Kapitalaufwand von 500.000 DM. Die Gemeinde Oberau und der bayerische Landessportverband hat diese Unternehmung bezuschusst.
Die Vereinsmitgliederverwaltung wurde von E. Allinger auf EDV umgestellt und der erste Computer angeschafft. Sportlich bewegten sich die Herrenmannschaften zwischen der damaligen C- und der A-Klasse, die heute Kreisliga heißt.
Nach intensiven Dikussionen wurde 1993 dem Wunsch der Tennisabteilung auf Gründung eines eigenen Vereins mit Anpachtung der Tennisanlagen entsprochen.
In den Folgejahren setzten Gedanken an eine zeitgemäße Sportanlage verbunden mit dem Schulsport die Planungen fort. Sie scheiterten bisher an der Standortfrage und den Finanzierungsmöglichkeiten. Dennoch konnte der FC Oberau auf eine große Unterstützung der sportfreundlich gesinnten Gemeindeführung bauen. Jetzt - 1996 - hat die Mitgliederzahl des FC Oberau die 700 überschritten, darunter sind ca. 250 Kinder und Jugendliche aktiv.
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1999 und 2001 werden das Sportgelände und das Vereinsheim durch die Hochwasser schwer geschädigt. Trotz intensiver Mitgliederarbeit, großem finanziellen Aufwand und Hilfe der Gemeinde Oberau konnte der ursprüngliche Zustand nie mehr hergestellt werden.
2002 konnte unter Monika Thoma eine Volleyballgruppe gegründet werden.
2008 hat Birgit Fischer eine Mädchenvolleyballgruppe aufgestellt.
Mittlerweile befinden sich 14 Fußballmannschaften, 2 Damen-, 1 Kinder- und 1 Herrenturngruppe, 1 Mädchen- und 1 Erwachsenen Volleyballmannschft in Aktion. Außerdem bietet die Skiabteilung im Winter bei genügend Schneelage am Skilifthang „Rabenkopf“ ein Torlauftraining für Kinder an.

2009 wurde nach langer Planung der Gemeinde Oberau, unter Einbeziehung der betroffenen Sportvereine, die Sanierung bzw. Neubau einiger Sportanlagen beschlossen. Dazu zählen die Tennisplätze, die Eisstockanlage und Erstellung eines Rasen- und eines Kunstrasenspielfeldes. ( Aktuelles V.)
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Anmerkung:
Da unsere Homepage noch ganz "jung" ist, vorerst keine Gewähr für die Richtigkeit mancher Daten! Dank all jenen, die Belege für genauere Angaben vorlegen können.







